Die moderne Bildgebung hat in den letzten Jahren eine revolutionäre Entwicklung erfahren. Schon aufgrund der Bildgebung kann meist bereits eine Diagnose gestellt werden.
In der Radiologischen Diagnostik kommen in unserer Klinik - je nach Krankheitsbild oder Beschwerden - folgende Methoden zum Einsatz:
Konventionelles Röntgen an 3 konventionellen Aufnahmegeräten
- Thorax-Röntgen
- Skelettaufnahmen
- Konventionelle Tomographie
- Orthopantographie (OPG), Zahnpanoramaaufnahmen
Mammadiagnostik, Untersuchungen der weiblichen Brust mit
- Mammographie
- Stereotaxie
- Vakuumbiopsie
- Galaktographie
Sonographie
- des Abdomens
- der Gelenke und der Weichteile
- Duplexsonographie / Farbdopplersonographie
Durchleuchtung mit folgenden Optionen:
- Funktionelle Magen-, Dünndarm- und Dickdarmdiagnostik an 2 digitalen Universaldurchleuchtungsgeräten
- Ösophagus-Breischluck
- Magen-Darm-Passage
- Dickdarmeinlauf
- Defäkographie
- Phlebographie analog oder digital an 2 Universaldurchleuchtungsgeräten
- Myelographie
- Arthrographie (analog oder digital)
Digitale Subtraktionsangiographie (DSA)
Spiral-Computertomographie
Osteodensitometrie
Magnetresonanztomographie (MRT) / Kernspintomographie: Die Kernspintomographie oder MRT wird am Klinikum Landshut in Kooperation mit dem von Privatdozent Dr. Dinkel gegründeten und betriebenen Privatinstitut für Kernspintomographie im Klinikum angeboten. Damit ist ein hoher Qualitätsstandard und direkter Informationsaustausch mit den Ärzten des Klinikums möglich.
In der interventionellen Radiologie werden durch minimal-invasive Eingriffe in Lokalanaesthesie oder in Kurznarkose kurative und palliative Verfahren durchgeführt.
Hierzu zählen die
- Ballondilatation (PTA) von Gefäßverengungen oder Gefäßverschlüssen
- Stents (Gefäßstützen)
- Stent-PTA der Nierenarterien zur Behandlung von Nierenarterieneinengungen und Bluthochdruck
- Lyse (Thrombolyse) = Medikamentöse Auflösung von Blutgerinnseln
- Aspirationsembolektomie = Absaugen von verschleppten Blutgerinnseln
- Embolisation = therapeutischer Verschluss von Gefäßen bei Blutungen und Tumoren
- Chemoembolisation von Lebertumoren (TACE)
- Gallenganginterventionen (PTCD)
- Abszessdrainagen unter CT-Kontrolle
- Schmerztherapie bei pseudoradikulärer Schmerzsymptomatik
- Sympathikolyse und Plexusblockade
- Perkutane Alkoholinstillation
- Perkutane Biopsie von Organen und Knochen
- Portkatheterimplantation
Neu werden folgende neueste minimal-invasive Spezialmethoden angeboten:
- Carotisstentangioplastie zur minimalinvasiven Behandlung von Einengungen der Halsschlagader bei drohendem Schlaganfall
- Radiofrequenzablation oder RITA-Therapie von Lebertumoren und Knochentumoren, sowie zur Schmerzbehandlung
- Portkatheterimplantation
- Stentgraft-Therapie Endovaskuläre Therapie von Gefäßerweiterungen (Aortenaneurysmen) oder akuter Blutung ohne OP
- Transjuguläre Leberbiopsie, bei Lebererkrankung und gleichzeitig erhöhter Blutungsneigung oder Aszites (Bauchwasser)
- Vertebroplastie
Mittels der interventionellen Radiologie können, etwa durch perkutane Nadelbiopsie, unklare Krankheitsfälle ohne Operation oder Vollnarkose geklärt werden.
Auch therapeutische chirurgische Eingriffe können vermieden werden, da die interventionellen Methoden für den Patienten schonender durchgeführt werden können. Hierdurch kann der Krankenhausaufenthalt entscheidend verkürzt werden und der Patient eher in seine gewohnte Umgebung zurückkehren.
Bei schwersten Erkrankungen kommen interventionelle Therapieformen auch palliativ zur Linderung von Beschwerden zum Einsatz.