Patienteninformation: Klinikum Landshut

Patienteninformation

Informationen zum Narkosegespräch

Informationen zum Narkosegespräch

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient!

Unsere Narkoseambulanz (Tel.: 0871/698-3728) ist wochentags von 10:00 bis 18:00 Uhr besetzt. Ihre behandelnde Abteilung wird spätestens einen Tag vor der Operation einen Termin für Sie vereinbaren.

Vor Operationen oder schmerzhaften Eingriffen hat man selbstverständlich viele Fragen und manchmal ein beunruhigendes Gefühl über den Ablauf und mögliche Risiken der für den Eingriff notwendigen Narkose. Die Klinik für Anästhesiologie will daher für alle Patienten eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen. Vor einer Operation legt der Anästhesist in einem ausführlichen persönlichen Prämedikations-Gespräch das geeignete Narkoseverfahren dar und erläutert die vielfältigen Überwachungsmöglichkeiten. Eine Narkose von der Stange gibt es nicht. Der Anästhesist muss heute die Vorbereitung, die Narkose und die Überwachung der Patienten während des Eingriffes ganz individuell planen. Die Steuerung der Narkose wird damit zur individuellen Angelegenheit, die einen Fachmann mit viel Fingerspitzengefühl erfordert. Dies ist nur möglich, wenn jeder Patient, der sich einer Narkose unterziehen muss, sich zuvor ausführlich mit dem Anästhesisten unterhält, um das für ihn optimale Verfahren auszuwählen. Der Anästhesist erklärt Ihnen außerdem Maßnahmen zur postoperativen Schmerztherapie und wird mit Ihnen die für Sie am besten geeignete auswählen. Unter anderem stehen Methoden zur Verfügung, bei denen Sie selbst in einem vorgegeben Rahmen die Schmerztherapie steuern können (PCA – Patienten Controllierte Analgesie).
 
Das Narkosegespräch dient mehreren Zwecken:

  • Sie werden über das für Sie geeignete Narkoseverfahren und seine Risiken informiert.
  • Sie erfahren, wie Sie sich vor und nach der Narkose am besten verhalten.
  • Wir können uns auf Ihre speziellen Probleme einstellen.
  • Unnötige routinemäßige Voruntersuchungen können Ihnen erspart werden.
  • Das Gespräch kann Ihnen unnötige Ängste nehmen.

 
Bitte bringen Sie – sofern vorhanden – zum Narkosegespräch mit:

  • Voruntersuchungen (Laborwerte, EKG, Röntgenbilder)
  • Liste Ihrer derzeitigen Medikamente
  • vorhandene Pässe zu Allergien, Blutgruppe, Herzschrittmacher etc
Das Narkosegespräch

Informationen zur ambulanten Narkose

Informationen zur ambulanten Narkose

Was Sie bei ambulanten Operationen beachten müssen.
Die neuen Strukturen im Gesundheitswesen stellen die ambulante Versorgung, wenn immer möglich, in den Vordergrund. Das Klinikum Landshut bietet sowohl mit seinen operativen Fachabteilungen aber auch mit den kooperierenden Belegärzten (Augenheilkunde, HNO, Kieferchirurgie, Zahnheilkunde) ambulante Operationen an.

Wenn Sie die Klinik am Tage Ihrer Operation wieder verlassen wollen, dann bedenken Sie bitte: Die Methoden und die Sicherheitsstandards der Operation und Narkose sind dieselben wie bei einer stationären Behandlung. Eine ambulante Behandlung ist jedoch nur möglich, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:
 
Sechs Stunden lang vor Ihrer Operation dürfen Sie im Allgemeinen nicht gegessen, getrunken oder geraucht haben. In Absprache mit dem behandelnden Anästhesisten beim Narkosevorgespräch kann es Ihnen erlaubt werden bis zu zwei Stunden vor der Operation stilles Mineralwasser oder ungesüßten Tee zu trinken.

Sie benötigen eine Begleitperson, die Sie von der Klinik abholt, sowie eine häusliche Betreuung. Die aktive Teilnahme am Straßenverkehr und das Bedienen von Maschinen sind auch bei Wohlbefinden für 24 Stunden untersagt. Wichtige geschäftliche Verträge oder private Entscheidungen sollten Sie bis 24 Stunden nach Ende der Narkose nicht eingehen.
 
Treten nach Ihrer Entlassung aus dem Klinikum zuhause gesundheitliche Probleme auf (z.B. Übelkeit oder starke Schmerzen), so wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Hausarzt oder unsere Klinik (ganztägig Tel. 0871/698-3264).

Ambulantes Operieren

Informationen zum OP

Informationen zum OP

In dem Zeitraum von sechs Stunden vor Ihrer Operation dürfen Sie im Allgemeinen nicht gegessen, getrunken oder geraucht haben. In Absprache mit dem behandelnden Anästhesisten beim Narkosevorgespräch kann es Ihnen erlaubt werden bis zu zwei Stunden vor der Operation stilles Mineralwasser oder ungesüßten Tee zu trinken. Auf der Station bekommen Sie einen kleinen Schluck Wasser für Tabletten zur Narkosevorbereitung. Diese dämpfen Ihre Nervosität und bereiten die Narkose vor. Eigene Medikamente nehmen Sie erst jetzt nach Anweisung der Krankenschwester ein. Zahnprothesen, Schmuck und Piercing bitte entfernen und keine Schminke oder Nagellack auftragen.

Bei Ankunft im Operationssaal treffen Sie Ihre Anästhesiepflegekraft und Ihren Narkosearzt. Diese bleiben während der gesamten Dauer Ihrer Operation bei Ihnen und kümmern sich um Sie. Dem Sie betreuenden Narkosearzt stehen am Klinikum Landshut die modernsten Narkosegeräte und Überwachungsmöglichkeiten zur Verfügung. Je nach Eingriff und Narkoseverfahren werden neben der Herzkreislauf-, Lungen- und Muskelfunktion auch Ihr Stoffwechsel und Ihre Hirnströme überwacht. Somit kann die Narkose optimal gesteuert und bei Störungen sofort therapeutisch eingegriffen werden.
 
Hier am Klinikum Landshut werden alle modernen Verfahren der Voll- oder Regionalanästhesie durchgeführt. Bei Regionalanästhesien haben Sie die Möglichkeit über Kopfhörer Musik aus einer Vielzahl von Angeboten zu hören.
 
Nach der Narkose erfolgt Ihre weitere Betreuung im Aufwachraum oder – nach größeren Operationen – auf der Intensivstation.

Operation

Informationen zur Geburtshilfe

Informationen zur Geburtshilfe

Die Geburt eines Kindes ist ein aufregendes und ganz persönliches Ereignis, das jede Frau anders erlebt. Auch Schmerzen, die während der Geburt auftreten, können ganz unterschiedlich wahrgenommen und ja auch als "auferlegt" und unvermeidbar empfunden werden.

Die Pioniere, die sich mit der Ausschaltung des Geburtsschmerzes befassten, wie 1847 der schottische Geburtshelfer James Young Simpson, trafen zunächst noch auf den erbitterten Widerspruch zeitgenössischer Kirchenmänner, die jegliche Form der Schmerzausschaltung zum Teufelswerk erklärten. Sie beriefen sich auf Bibelstellen, dass "die Frau unter Schmerzen gebären solle"; ein folgenschwerer Übersetzungsfehler, denn "unter Mühen" sollte es geschehen, so das Original.

Doch der Durchbruch in der geburtshilflichen Analgesie wurde 1853 mit der Geburt des achten und neunten Kindes der englischen Queen Victoria erreicht, als sie sich zur Erleichterung Chloroform von dem damals weltweit einzigen Berufs-Anästhesisten John Snow verabreichen ließ.

Trotz des gesellschaftlichen Wandels in den Anschauungen über Ablauf und Sicherheit von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett entschließen sich auch heute noch Gebärende erst dann zur Schmerzlinderung und -ausschaltung, wenn ihre Leidensfähigkeit nach stundenlangen Wehen auf eine harte Probe gestellt worden ist.

Dies muss nicht sein. Zwar begleiten Schmerzen bei der Geburt einen physiologischen Vorgang, haben jedoch - im Übermaß empfunden - unerwünschte Wirkungen auf Kreislauf, Atmung, Wehentätigkeit und können damit das kindliche Wohlbefinden beeinträchtigen. In enger Kooperation mit Geburtshelfern wenden Anästhesisten im Klinikum Landshut auch sonst in der Anästhesie vielfältig erprobte schmerzlindernde Verfahren an. Den physiologischen Veränderungen durch die Schwangerschaft und Geburt und den Erfordernissen von Mutter und Kind wird dabei besonders Rechnung getragen. Nur bei ausreichendem Wissen, ständiger Qualitätskontrolle, entsprechenden Fertigkeiten und genügend Erfahrung ist dies erfüllbar. Auf den hohen Ausbildungsstand der Anästhesie im Klinikum Landshut kann sowohl die (normal) Gebärende als auch diejenige mit Schwangerschaftskomplikationen (Präeklampsie, Schwangerschaftsdiabetes etc.) vertrauen.

Jede Frau hat die freie Wahl, ob sie bei der Geburt die Hilfe des Anästhesisten in Anspruch nehmen will, der ihr mit verschiedenen und wissenschaftlich anerkannten schmerzlindernden Methoden helfen kann. Auch beim Kaiserschnitt kann in vielen Fällen auf eine Vollnarkose verzichtet werden. Mit einer Regionalanästhesie erlebt die Mutter den Kaiserschnitt schmerzfrei und trotzdem wach. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie an den Aufklärungsabenden für Schwangere durch die Ärzte der Geburtshilflichen Klinik, durch die Sie betreuenden Hebammen und durch Aufklärungsbroschüren und Aufklärungsangebote der Anästhesiologischen Klinik.

Anästhesie bei der Geburt

Informationen zum Aufwachraum

Informationen zum Aufwachraum

In den ersten Stunden nach der Operation übernimmt ein Team aus Narkosearzt und Anästhesiepflegekraft mit moderner Technik Ihre Überwachung und Behandlung.
Nahezu ebenso wichtig wie die Narkose ist die anschließende Phase im Aufwachraum, wenn die Wirkung der Narkose nachlässt und - wenn auch selten - Beschwerden wie Übelkeit oder Frieren auftreten oder Schmerzen in operierten Körperteilen einsetzen. Dies ist nicht nur unangenehm, sondern beeinflusst auch den gesamten Heilungsprozess. Aus diesem Grund werden Sie durch besonders geschultes Personal im Aufwachraum spezifischer und intensiver betreut und überwacht als auf der normalen Station. Hier betreut Sie ein Team aus Narkosearzt und Pflegekraft mit moderner Überwachungstechnik und spezifischen Therapiemaßnahmen. So werden hier moderne Schmerzbehandlungsverfahren wie die patientenkontrollierte Analgesie angelegt.

Aufwachraum

Informationen zur Intensivstation

Informationen zur Intensivstation

In ruhigen Ein- (4) oder Zweibettzimmern (4) kann der Patient nach großen Operationen genesen sowie intensiv behandelt oder überwacht werden. Damit hat er die größtmögliche Sicherheit, dass sein Heilungsprozess gut verläuft und unerwartete Komplikationen früh erkennbar sind und schnellstmöglich behandelt werden. Ebenso werden auf dieser Station schwerverletzte Patienten behandelt. Die medizinische Betreuung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den operativen und konservativen Abteilungen des Klinikums.

Ärzte und Schwestern betreuen hier pro Jahr ca. 2.100 Patienten und ermöglichen bei ständig modernisierter Technik und fortlaufender Qualifikation der Mitarbeiter Heilungschancen bei Unfallverletzungen und Krankheiten, die früher nicht überlebt wurden.

Besuchszeiten Intensivstation
täglich von 15:30 bis 20:00 Uhr
Ausnahmen nur nach Rücksprache möglich

Intensivstation

Informationen zum Notarzt und der Notaufnahme

Informationen zum Notarzt und der Notaufnahme

Das Klinikum Landshut ist ein Krankenhaus der Versorgungsstufe II. Für eine zeitgemäße Unfallversorgung sind personelle, apparative und organisatorische Voraussetzungen vorhanden.
Die Klinik für Anästhesie gewährleistet tagsüber die notärztliche Versorgung der Bevölkerung von Landshut und Umgebung. Die Ärzte der Klinik für Anästhesie sind ausgebildete Notärzte und haben zum Teil die Qualifikation zum Leitenden Notarzt sowie langjährige Erfahrung in der Luftrettung. Die Klinik für Anästhesie des Klinikums Landshut ist auf Anfrage gerne behilflich bei der Qualifikation zum Notarzt.

Das Klinikum Landshut ist ein Schwerpunktversorger (Versorgungsstufe II). Für eine zeitgemäße Unfallversorgung sind personelle, apparative und organisatorische Voraussetzungen vorhanden. Für den schnellen und schonenden Transport von Patienten steht direkt am Klinikum ein Hubschrauber-Landeplatz zur Verfügung.

Notarzt
Hubschrauber

Informationen zur Schmerztherapie

Informationen zur Schmerztherapie

Anästhesisten sind durch ihre Erfahrung mit Betäubungsverfahren kompetente Therapeuten von akuten und chronischen Schmerzen. Durch spezielle Weiterbildungen wird dieses Wissen weiter vertieft.

  • Viele Menschen sind von chronischen Schmerzen (z.B. bei Rheuma, Migräne) geplagt.
  • Manche Operationen (z.B. Schultermobilisation) benötigen hinterher besondere Schmerztherapien.
  • Sterbende brauchen manchmal eine Schmerzausschaltung allgemein oder in bestimmten Körperregionen (sog. Palliativmedizin).

Anästhesisten sind durch ihre Erfahrung mit Betäubungsverfahren kompetente Therapeuten von akuten und chronischen Schmerzen. Durch spezielle Weiterbildungen wird dieses Wissen weiter vertieft. Deshalb werden sie von den Fachabteilungen, die das Grundleiden behandeln, bei Schmerzen oftmals hinzugezogen. Schulmedizinische Verfahren ergänzen wir oft durch eine Reihe von alternativen Heilverfahren (Akupunktur, u.a.).

Einen Gesprächstermin zur Behandlung Ihrer Schmerzen bekommen Sie im Klinikum Landshut unter Tel. 0871/698-3050 (Sekretariat).

Leitung
Dr. med. univ. Edda Gehrlein-Zierer
Tel.: 0871/698-3050
Fax: 0871/698-3051

Multimodale Schmerztherapie

Multimodale Schmerztherapie

Dr. med. Edda Gehrlein-Zierer

Leitung

Dr. med. Edda Gehrlein-Zierer
Ltd. Ärztin der Tagesklinik für Schmerztherapie
Tel.: 0871/698-3050
Fax: 0871/698-3051

Was sind chronische Schmerzen?
Etwa 7-9 Millionen Menschen leiden unter chronischen Schmerzen. Im Gegensatz zu akuten Schmerzen hat der chronische Schmerz seine Signal- und Warnfunktion vor körperlicher Schädigung verloren, er hat sich zu einer eigenständigen Krankheit verselbstständigt. Diese sog. Schmerzkrankheit betrifft alle Lebensbereiche und verursacht aufgrund der langen Dauer, der Erfolglosigkeit vieler Behandlungsversuche und der mangelnden Erklärbarkeit oft einen langen Leidensweg. Die Ursachen für chronische Schmerzerkrankungen sind vielfältig. Gemeinsam ist ihnen, dass sie entweder nicht eindeutig festgestellt oder aber behoben werden können. Die moderne Schmerzmedizin begreift den chronischen Schmerz als ein Zusammenwirken von körperlichen Faktoren (wie z.B. Arthrose, Nervenschmerzen oder Migräne), seelischen Faktoren (wie Stress, Angst oder Depression) und sozialen Faktoren (z.B. Auswirkungen auf die Familie oder am Arbeitsplatz, sozialer Rückzug).

Die Tagesklinik für multimodale Schmerztherapie gehört zur anästhesiologischen Klinik des Klinikums Landshut. In einem Erstgespräch (Assessment) nehmen wir uns zu einer ausführlichen Diagnostik ausreichend Zeit, um eine Schmerzanamnese durch einen erfahrenen Schmerzspezialisten zu erheben und Sie anschließend gemeinsam mit einer Physiotherapeutin körperlich zu untersuchen. Im Anschluss daran erfolgt meist am darauf folgenden Tag ein Gespräch mit einem Psychotherapeuten. Anschließend erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen Behandlungsplan. Grundlage unserer Behandlung ist die multimodale Schmerztherapie. Darunter versteht man die intensive Behandlung Schmerzkranker durch unterschiedliche Fachgebiete. Sie ist eng aufeinander abgestimmt und wird interdisziplinär durchgeführt. Sie erfolgt in einer Gruppe von 6 Patienten teilstationär über 4 Wochen, d.h. Sie verbringen nur den Tag im Klinikum Landshut. Damit können Sie den Kontakt auch während der Behandlung zu Ihrem persönlichen sozialen Umfeld aufrechterhalten. Das Ziel ist neben einer Schmerzlinderung vor allem mit dem Schmerz besser zu Recht zu kommen und wieder aktiv am Leben teilzunehmen.