Mit passenden Schuhen gegen den Diabetischen Fuß: Klinikum Landshut

Mit passenden Schuhen gegen den Diabetischen Fuß

16.05.2017
Über den Umgang mit chronischen Wunden beim Gefäßtag

Nicht zu eng oder zu niedrig und am besten aus weichem Leder: Für Menschen mit Diabetes ist passendes Schuhwerk besonders wichtig. Mit dieser Volkskrankheit geht oft der Diabetische Fuß einher – eine chronische Wunde, die am schlimmsten Fall in einer Amputation endet. Wie man das verhindert, ist am Samstag eines der Themen beim Gefäßtag im Klinikum Landshut von 9.30 bis 13.30 Uhr.

Richtig abrollen, gleichmäßig belasten, nicht barfuß laufen: Das sind nur einige Tipps, die den Diabetischen Fuß verhindern sollen. Zwei bis zehn Prozent aller Diabetiker leiden an diesen hartnäckigen Fußwunden. „Der Auslöser ist das herabgesetzte Schmerzempfinden“, erklärt Dr. Klaus Stöckl, Oberarzt der Klinik für Gefäßchirurgie. Ob Verbrennungen an der Wärmflasche oder Erfrierungen im Winter: Die Betroffenen bemerken weder Hitze noch Kälte. Auch Druckstellen oder kleine Wunden am Fuß bleiben lange unerkannt. Wie kann ich vorsorgen? Und wie gehe ich mit der chronischen Wunde um? Das beantwortet Dr. Stöckl am Samstag in seinem Vortrag „Wenn der Zucker an den Füßen nagt: Diabetisches Fußsyndrom & chronische Wunden“. Ab 11.30 Uhr startet der Themenblock über chronische Wunden. Unter dem Motto „Auch Füße brauchen Zuwendung!“ erläutert außerdem die Podologin Susanne Stix von der Landshuter Fachpraxis „Konzept Fuß“. Die Expertin gibt den Besuchern Tipps für den Umgang mit diabetischen Füßen: Was kann ich selbst tun und auf was muss ich achten?

Bei einer Fußdruckmessung können die Besucher am Samstag außerdem testen, welche Stellen an der Fußsohle besonders belastet werden – und es gibt Tipps, wie sich der Druck am Fuß besser verteilen lässt. An anderen Aktionsständen können sich Interessierte darüber hinaus informieren über modernes Wundmanagement und professionelle Fußpflege. Außerdem wird live die Technik der Früherkennung von Engstellen mittels Ultraschall demonstriert. In weiteren Vorträgen ab 10.30 Uhr wird erklärt, wie solche Engstellen schonend behandelt werden können. Auch der Gefäß-Operationssaal ist an diesem Tag für die Öffentlichkeit geöffnet. Der Besuch ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. 

Das vollständige Programm finden Sie hier: Gefäßtag im Klinikum Landshut am 20. Mai 2017

Mit einer Melone demonstriert am Samstag Martin Wilke, Wundexperte und Leiter der gefäßchirurgischen Station 4a, die Vakuum-Therapie zur Wundreinigung.