Artikel: Klinikum Landshut

Volkskrankheit Krampfadern: Zwei Experten am Telefon

LZ-Telefonaktion am Montag, 20. November, zum Thema Krampfadern

Wie beuge ich Krampfadern vor? Wer kann diese Erkrankung feststellen? Ab wann muss operiert werden und welche Verfahren sind besonders schonend? Am Montag, 20. November, veranstalten das Klinikum und die Landshuter Zeitung gemeinsam eine Telefonaktion zur Volkskrankheit Krampfadern. Zwei Experten stellen sich von 16 bis 18 Uhr den Fragen der Leser.

Volkskrankheit Krampfadern: In Deutschland hat jeder fünfte Mann eine fortgeschrittene chronische Venenerkrankung, bei den Frauen ist es sogar jede dritte. Eine Krampfader ist nicht nur eine geschlängelte, sondern auch eine erweiterte und in ihrer Funktion gestörte Vene. "Da die Venenklappen nicht exakt schließen, schaffen es die Venen nicht mehr, das Blut gegen die Schwerkraft zurück zum Herzen zu transportieren", erklärt Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Landshut. Viele Menschen mit Krampfadern gehen erst spät zum Arzt, weil sie denken, dass nur ein rein optisches Problem besteht. Die Beschwerden können jedoch vielfältig sein: schwere oder kribbelnde Beine, Hautveränderungen und Thrombosen sind nur einige Beispiele. "In schweren Fällen können auch Ekzeme und offene Beine entstehen", so Dr. Meimarakis. Zusammen mit Dr. Jürgen Kress, niedergelassener Angiologe mit internistischer Praxis in Ergolding, beantwortet er bei der Telefonaktion am Montag, 20. November, alle Fragen rund um die Krampfader-Erkrankung. Die Anrufer können sich ab 16 Uhr u.a. zu Risikofaktoren, Symptomen, Diagnose und Therapie-Verfahren informieren.

"Nicht jede Krampfader muss operativ behandelt werden", so Dr. Meimarakis. Deshalb sei es wichtig, das Ausmaß der Varizen gründlich abzuklären. Knotig verdickte Adern können zum Beispiel harmlos sein, während unauffällige Krampfadern durchaus Beschwerden verursachen können. Rät der Arzt zur Behandlung, stehen mehrere Verfahren zur Auswahl, zum Beispiel das traditionelle Stripping, bei dem die kranke Vene aus dem Bein entfernt wird, oder die Sklerosierung (Verödung von Besenreisern und Netzkrampfadern). Ein relativ neues Verfahren ist außerdem das besonders schonende "Venefit", bei dem die erkrankte Vene mittels Wärme über einen Hochfrequenz-Katheter behandelt wird. "Dabei ist nur noch ein kleiner Nadelstich notwendig und die Patienten sind rasch wieder fit", erläutert Dr. Meimarakis.

Dr. Meimarakis ist bei der Telefonaktion in der Redaktion der Landshuter Zeitung unter der Tel. 0871 / 850-2001 erreichbar. Dr. Kress nimmt Fragen unter Tel. 0871 / 850-2002 entgegen.

Privatdozent Dr. Georgios Meimarakis (l.), Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Landshut, ist erreichbar unter Tel. 0871 / 850-2001. Dr. Jürgen Kress, niedergelassener Angiologe mit internistischer Praxis in Ergolding, beantwortet die Fragen unter Tel. 0871 / 850-2002.