50 Jahre Klinikum: Klinikum Landshut

50 Jahre Klinikum Landshut

Ein rauschendes Fest

Über 400 Besucher folgten der Einladung in den Bernlochner
Über 400 Besucher folgten der Einladung in den Bernlochner

Das Klinikum Landshut hat am 29. April 2015 mit einem unterhaltsamen Festakt und einer imposanten Festrede sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Über 400 Besucher sind der Einladung in die Stadtsäle Bernlochner gefolgt. Darunter viele aktuelle und ehemalige Mitarbeiter, die nach Lust und Laune in gemeinsamen Erinnerungen schwelgen konnten. Den Höhepunkt bildete ein Chor aus Mitarbeitern quer durch alle Berufsgruppen, der eine ganz eigene Version des Queen-Klassikers "Bohemian Rhapsody" zum Besten gab und im Publikum für stehenden Applaus sorgte.

Als Moderator führte Geschäftsführer Nicolas von Oppen gut gelaunt durch kurzweilige Reden und unterhaltsame Einspieler. Auf seine Begrüßung und ein eingespieltes Grußwort von Gesundheitsministerin Melanie Huml folgte ein historischer Abriss von 50 Jahre Klinikum durch Oberbürgermeister Hans Rampf. Dessen Rede sowie die anschließende historische Filmreise machten die imposante Entwicklung des Klinikums deutlich. Nicht nur die schiere Größe machte es in den 1960er Jahren zum größten Bauprojekt Landshuts seit dem Mittelalter. Es wurde in der Nachkriegszeit zu einem medizinischen Leuchtturm im westlichen Niederbayern. Bereits bei der offiziellen Eröffnung am 5. Juli 1965 war es eigentlich schon zu klein, denn jeder wollte sich im nagelneuen Krankenhaus behandeln lassen. Nur fünf Jahre nach Eröffnung begannen bereits die Planungen für eine Umstrukturierung und Erweiterung, die 1986 in der Inbetriebnahme eines dritten Bettenhauses gipfelten. Anfänglich fünf Hauptabteilungen sind auf heute 16 Kliniken und Institute sowie zwei Tageskliniken und mehrere Organzentren gewachsen. Aus anfänglichen 6-Bett-Zimmern hatte das Klinikum Mitte der 1980er Jahre Maßstäbe gesetzt, indem es Zweibettzimmer mit eigenem Sanitärbereich zum Regelleistungsstandard machte.

Der Klinikums-Chor
Der Klinikums-Chor

Diesen Ausbau maßgeblich begleitet hat Altoberbürgermeister Josef Deimer, der sich in einem aufgezeichneten Interview mit Nicolas von Oppen bescheiden gab und auf die Umstände aufmerksam machte. So war er als Landtagsabgeordneter bis 1978 zufällig im Ausschuss für die Krankenhausbedarfsplanung und konnte dort seinen Einfluss zu Gunsten der Stadt und des Klinikums geltend machen.

Nach dem Interview folgte der Höhepunkt des Abends, eine Krankenhausversion der "Bohemian Rhapsody". Den Text dazu hatte der leitende kardiologische Oberarzt Dr. Christian Voigt zusammen mit einer Frau verfasst.

Prof. Dr. Giovanni Maio
Prof. Dr. Giovanni Maio

Prof. Dr. Giovanni Maio, studierter Humanmediziner und Philosoph, berät als renommierter Medizinethiker u.a. die Bundesärztekammer, die Bundesregierung und auch die Deutsche Bischofskonferenz. Er plädierte für mehr Zeit bei der Patientenversorgung. Für mehr Zeit für Zuwendung. Für das Gespräch mit dem Patienten sei im zunehmend ökonomisierten und industrialisierten Gesundheitssystem kein Platz mehr, obwohl der Dialog mit dem Patienten oft mehr Auskunft über seinen Zustand geben könne, als ein Röntgenbild.

Nicolas von Oppen, Prof. Dr. Giovanni Maio, Pflegedirektorin Angelika Alke, Hans Rampf und Prof. Dr. Axel Holstege
Nicolas von Oppen, Prof. Dr. Giovanni Maio, Pflegedirektorin Angelika Alke, Hans Rampf und Prof. Dr. Axel Holstege
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