Artikel: Klinikum Landshut

Bundesweite Protestaktion „Alarmstufe Rot: Krankenhäuser in Gefahr“

Bitte um Petitionsunterzeichnung

Die Situation der Krankenhäuser in Deutschland verschärft sich immer mehr:

Wesentliche Ursachen hierfür sind:

  • Der große Beitrag in der Versorgung der Corona-Patient:innen sowie die anstehenden Herausforderungen der Herbst/Winter-Welle werden immer wieder betont, die Coronahilfen aber wurden gestrichen.
  • Immer neue sanktionsbehaftete Dokumentationsanforderungen der Politik und der Kostenträger binden bereits jetzt überlastetes Personal, dem dadurch notwendige Zeit für die Versorgung der Patienten fehlt
  • Unabwendbare Kostensteigerungen (Inflation, Gasumlage, etc.) der Krankenhäuser treffen auf staatlich regulierte Preise ohne entsprechende Ausgleichsmechanismen
  • Kleinteilige Personalvorgaben mit hohen Sanktionen sind unvereinbar mit modernen und flexiblen Personalkonzepten
  • Kürzungen in der Finanzierung von Pflegepersonal führen zu unabdingbaren Personalreduzierungen

In den vergangenen Wochen haben die Krankenhäuser die Bundesregierung und die Landespolitik wiederholt auf ihre zunehmend schwierige Lage aufmerksam gemacht. Auch im Klinikum haben hierzu Gespräche mit Abgeordneten aus der Bundes- und Landespolitik stattgefunden.

Die andauenden Belastungen der COVID-19-Pandemie und die massiven Preissteigerungen insbesondere im Energiebereich bringen auch das Klinikum Landshut zunehmend an seine wirtschaftliche Belastungsgrenze. Eine Weitergabe der Preissteigerungen an die gesetzlichen Krankenkassen oder andere Kostenträger ist den Krankenhäusern nicht möglich. Trotz der eindeutigen Problemlage hat die Bundesregierung geeignete Hilfsmaßnahmen bislang jedoch weder angekündigt, geschweige denn in die Wege geleitet und wiegelt die Hilfeersuchen ab.

Das geht zulasten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch der hohen Versorgungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten.

Vor diesem Hintergrund hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) diese Woche die bundesweite Protestaktion „Alarmstufe Rot: Krankenhäuser in Gefahr“ gestartet, der sich alle Landeskrankenhausverbände anschließen. „Weitere Krankenhausschließungen und Einsparungen beim Personal sind das Letzte, was wir in Pandemiezeiten benötigen“, so die Bay. Krankenhausgesellschaft (BKG). Auch wir als Klinikum Landshut unterstützen diese Aktion, da die massiven Preissteigerungen auch uns an die wirtschaftliche Belastungsgrenze bringen.

Die Bundesregierung muss jetzt handeln und dringend einen Inflationsausgleich für die Krankenhäuser auf den Weg bringen. Gemeinsam mit den Krankenhäusern muss die angekündigte Reform der Krankenhausversorgung und des Finanzierungssystems auf den Weg gebracht werden. Ziele müssen dabei eine qualitativ hochwertige, effiziente und moderne Versorgung, eine spürbare Entbürokratisierung sowie eine klare Patientenorientierung sein. 

Die deutschen Krankenhäuser mit ihren über 1,2 Millionen Beschäftigten sowie die Deutsche Krankenhausgesellschaft und ihre Mitgliedsverbände fordern die Bundesregierung auf, entschlossen zu handeln und die Krankenhäuser wirksam zu unterstützen. 

Bitte leisten Sie Ihren persönlichen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung und unterstützen Sie die Petition der deutschen Krankenhäuser.

Gerne können auch Sie Ihren Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung leisten und die Petition der deutschen Krankenhäuser unterstützen.

Sie finden die Petition hier online: https://www.openpetition.de/petition/online/alarmstufe-rot-krankenhaeuser-in-gefahr

Vielen Dank!