Artikel: Klinikum Landshut

Die Fallzahlen am Klinikum fallen weiter – Vorab-Screening aller Patienten

Coronavirus: Aktuelle Informationen aus dem Klinikum

Die Zahl der Coronavirus-Patienten am Klinikum sinkt weiter: Derzeit sind rund 25 Patienten mit Covid-19 in Behandlung. Drei davon werden intensivmedizinisch betreut. „Die Lage hat sich in den vergangenen Wochen merklich entspannt“, so Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Zum Vergleich: Um Ostern herum waren es bis zu 65 Patienten im Klinikum. Seit vier Wochen fallen die Zahlen langsam, aber stetig.

Insgesamt wurden bisher über 100 Patienten mit Coronavirus-Infektion am Klinikum behandelt, davon ca. 35 intensivmedizinisch. Von den Intensivpatienten sind über 25 beatmet worden bzw. werden noch beatmet. Rund zehn beatmete Intensiv-Patienten mit Covid-19 konnten mittlerweile wieder zurück auf eine normale Corona-Station gebracht werden, da sich ihr Krankheitszustand deutlich verbessert hat. An die Mitarbeiter sprach Dr. Ostwald ein großes Lob aus: „Ärzte, Pflegekräfte und auch alle anderen Mitarbeiter haben in dieser Krisensituation exzellente Arbeit geleistet und sich selbst übertroffen.“ Besonders beeindruckt habe ihn die Tatkraft und der Zusammenhalt unter den Menschen.

Ambulante und stationäre Patienten werden vorab gescreent

Mittlerweile dürfen die bayerischen Krankenhäuser die ersten, vorsichtigen Schritte zur Normalität zurückgehen. Grundlage dafür ist eine neue Allgemeinverfügung vom bayerischen Innen- und Gesundheitsministerium, die jedoch mit hohen Auflagen verbunden ist. „Es ist eine Öffnung mit angezogener Handbremse, da man jederzeit auf einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen reagieren will. Eine zweite Welle ist jederzeit möglich“, so Dr. Ostwald. Am Klinikum werden deshalb weiterhin vor allem Patienten mit dringlichen Erkrankungen oder akuten Symptomen behandelt, beispielsweise Schlaganfälle, Herzinfarkte oder Krebs-Therapien.

Ein entscheidender Punkt in der Allgemeinverfügung lautet, dass Krankenhäuser 30 Prozent der Intensivkapazitäten sowie 25 Prozent der Normalbetten für Covid-19-Patienten verfügbar halten müssen. „Wir setzen dies um, indem wir die Coronavirus-Normalstation, die Verdachtsstation sowie die eigene Intensivstation weiterführen“, so Ostwald. Auch eine weitere Station kann jederzeit eröffnet werden. Die Erfahrung der Ärzte am Klinikum zeige, dass es zwar viele leichte Covid-19-Infektionen gibt. Aber die schweren Verläufe seien oft lebensbedrohlich, und das auch schon für Menschen mittleren Alters.

Außerdem soll laut der Allgemeinverfügung bei stationären Patienten vor der Behandlung ein Screening durchgeführt werden. Das bedeutet, Patienten werden vor der Behandlung befragt – nach einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion, Kontakten mit Infizierten und nach Symptomen wie Fieber Husten und Geruchs-/Geschmacksstörung. Auch ambulante Patienten werden befragt. Bei Hinweisen auf eine Covid-19-Erkrankung erfolgt ein Abstrich. Seit etwa zwei Wochen werden am Klinikum außerdem routinemäßig alle stationären Patienten getestet, die über 60 Jahre alt sind.

„Insgesamt erfüllen wir viele Anforderungen aus der Allgemeinverfügung bereits“, fasst Ostwald zusammen. Das Klinikum hat sich bei der Umsetzung eng mit dem Ärztlichen Leiter der FüGK und dem Gesundheitsministerium abgestimmt. Die Verfügung gilt bis zum 31. Juli, „das bedeutet, dass wir die bestehenden Vorkehrungen und Strukturen mindestens bis zu diesem Datum weiter fortführen müssen.“

Erstes Fazit zu den neuen Besucherregelungen

Seit Montag gilt: Patienten dürfen am Tag von einer nahe stehenden Person für eine Stunde im Zeitraum zwischen 14 und 17 Uhr in ihrem Patientenzimmer besucht werden. Damit hatte die Staatsregierung das strikte Besuchsverbot gelockert. Die neue Besucherregelung ist laut Dr. Ostwald gut angelaufen. Wichtig sei, dass die Coronavirus- und Intensivstationen weiterhin nur in besonderen Ausnahmesituationen besucht werden dürfen.

Für alle gilt: Alle Besucher müssen während des gesamten Besuchs den Mund-Nasen-Schutz des Klinikums tragen und zu anderen Personen den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten – auch zum besuchten Patienten. Außerdem müssen die Besucher frei von ansteckenden Krankheiten sein. Die Details sind hier einsehbar.

Veranstaltungen und Vorträge setzen am Klinikum weiterhin aus. Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse werden inzwischen online angeboten, weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des Klinikums auf der Seite der Frauenklinik.