Artikel: Klinikum Landshut

Eine neue Großküche für das Klinikum

Neue Krankenhaus-Küche als Vorab-Maßnahme zum Bettenhaus-Neubau

Das Klinikum Landshut hat eine neue Großküche. Als Vorab-Maßnahme zum Bau der drei neuen Bettenhäuser wurde die Küche um rund 100 Meter verlegt in die Alte Wäscherei. Die neue Küche ist eine der modernsten in Deutschland und kann mehr als 1000 Mahlzeiten pro Tag produzieren.

Mitte September ist die Küche in ihr neues Domizil in der Alten Wäscherei gezogen - nach einer Bauzeit von gut 1,5 Jahren. Am Donnerstag haben die Verantwortlichen des Klinikums zusammen mit Oberbürgermeister Alexander Putz die neue Großküche besichtigt. Der OB zeigte sich beeindruckt von dem "technischen Wunderwerk" der Hightech-Küche. Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald betonte, dass das Klinikum mit der neuen Produktions- und Verteilerküche die hauseigene Speisenversorgung von Patienten und Mitarbeitern langfristig sichert. "Das erste Mammutprojekt ist geschafft - als größte Vorabmaßnahmen zum Bau der neuen Bettenhäuser." Die Kosten von rund 9 Millionen Euro werden nicht vom Freistaat gefördert und stellen eine Investition in die Zukunft des Klinikums dar.

Begonnen hat der Küchen-Neubau Anfang 2019 vor gut 1,5 Jahren. Seitdem wurde das Erdgeschoss komplett entkernt, Innenwände wurden abgebrochen und neue Trennwände errichtet sowie ein neues Satteldach konstruiert. Das Gebäude wurde ursprünglich in den späten 70er Jahren als Wäscherei des Klinikums errichtet. In den beiden Kellergeschlossen sind technische Bestandsanlagen des Klinikums untergebracht. Neu hinzugekommen sind die Lüftungs- und Kältetechnik der Küche. Roter bzw. blauer Fußboden kennzeichnet den reinen bzw. unreinen Bereich, dazwischen liegen Hygieneschleusen. Trotz ein wenig Verzögerung v.a. durch die Coronavirus-Pandemie sei der Neubau reibungslos verlaufen.

Neu an der Küche ist auch das sog. "Cook and Chill"-Kochverfahren: Dabei werden die Mahlzeiten ganz normal zubereitet, dann aber auf 3° Celsius heruntergekühlt. Anschließend wird das Essen von der Küche über einen unterirdischen Gang auf die Stationen gefahren. Dort wird das Essen in speziellen Speisewägen auf Verzehrtemperatur erwärmt. "Durch dieses schonende Verfahren ist das Essen vitaminreicher und heißer", so Dr. Ostwald. Das Gemüse bleibt knackig und das Fleisch saftig. Der Produktionsprozess ist gleichzeitig aufwändiger und besser planbar. 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen die Patienten und Mitarbeiter des Klinikums und des Bezirkskrankenhauses. Über 1000 Mahlzeiten können pro Tag zubereitet werden. Seit zehn Jahren ist ein Gericht aus der mediterranen Küche fester Bestandteil des täglichen Wahlmenüs. Dabei wird mit viel Gemüse, Olivenöl statt Butter und Gewürzen statt viel Salz gekocht.

Die Verlagerung der Küche war notwendig, da das Wirtschaftsgebäude, in dem sich Küche befand, im Baufeld des ersten Bauabschnitts liegt und im Zuge des Neubaus abgerissen wird. Der Abriss des Wirtschaftsgebäudes ist Ende des Jahres vorgesehen. Auf dieser Fläche wird ab 2021 das erste von drei neuen Bettenhäusern entstehen. Durch den Neubau der Bettenhäuser soll sich das Klinikum Landshut auch baulich in ein hochmodernes Krankenhaus verwandeln.

 

Im Herzstück der neuen Großküche: v.l. Gregor Tuma (Leiter Technik/Bau), Verwaltungsdirektor André Naumann, Josef Springer (Projektleiter Bau), Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald, Werner Gläser (externer Küchenberater), stv. Küchenleiter Roland Eichner und Oberbürgermeister Alexander Putz.

Es blitzt und blinkt in der neuen Krankenhaus-Küche.

Rundgang durch die Küche. Der stv. Küchenleiter Roland Eichner (rechts) erklärt das neue Kochverfahren.