Artikel: Klinikum Landshut

Klinikum kehrt zurück in den Krisenmodus

Deutlicher Anstieg bei krankenhauspflichtigen Corona-Patienten

Das Klinikum Landshut schaltet aufgrund gestiegener Covid-19-Patientenzahlen zurück in den Krisenmodus. "Seit Montag verzeichnen wir einen ständigen Zustrom an Corona-Patienten", erklärt Geschäftsführer Dr. Philipp Ostwald. Momentan werden im Klinikum acht positive Fälle auf Normalstation und zwei Patienten auf der Intensivstation behandelt. Dazu kommen mehrere Verdachtspatienten. "Wir rechnen damit, dass die Patientenzahlen in den nächsten Tagen deutlich steigen. Die zweite Welle rollt und sie rollt heftiger auf uns zu als gedacht." Die bisherigen Kapazitäten für Covid-19-Patienten stoßen am Klinikum bereits an ihre Grenzen, deshalb müssen weitere Corona-Stationen eröffnet und Intensiv-Kapazitäten geschaffen werden. Der Regelbetrieb kann im Klinikum nicht weiter aufrechterhalten werden. Die Corona-Einsatzleitung des Klinikums hat deshalb am heutigen Mittwoch weitreichende Umstrukturierungen beschlossen. Ab Freitag werden elektive, also nicht dringliche Behandlungen abgesagt. Der Betrieb konzentriert sich wie im Frühjahr auf die Behandlung von Notfällen und Covid-19-Patienten.

Grundlage für die Umstrukturierungen ist eine neue Allgemeinverfügung zur Bewältigung erheblicher Patientenzahlen in Krankenhäusern, die die bayerische Staatsregierung erlassen hat. Darin werden die Krankenhäuser angehalten, die stationäre Versorgung der Bevölkerung einschließlich der Behandlung von COVID-19-Patienten sicherzustellen. Verschiebbare Behandlungen sind ganz oder teilweise zurückzustellen, um Covid-19-Patienten behandeln zu können.

Alle Vorträge und Veranstaltungen sind bis auf weiteres abgesagt. Die aktuelle Besucherregelung bleibt unter Vorbehalt bestehen: Momentan darf jeder Patient am Tag einen Besucher für eine Stunde empfangen. Änderungen werden über die örtliche Presse und hier auf der Homepage bekannt gegeben.