Artikel: Klinikum Landshut

Mit Kraft, Leidenschaft und vollem Herzen

Verabschiedung von Klinikums-Seelsorger Hartmut Grosch

„Es ist halt immer gut, wenn man miteinander redet“ ist der simple Grundsatz des evangelischen Pfarrers Hartmut Grosch, der am Klinikum Landshut auch als Seelsorger wirkte. Nach zehnjähriger Tätigkeit verabschiedete sich Grosch am Dienstagabend von Kollegen, Patienten und Wegbegleitern.

Ende September verlässt Pfarrer Hartmut Grosch nach genau zehn Jahren das Klinikum – zehn Jahre, in denen er unzählige Patienten, Angehörige und Mitarbeiter betreut und begleitet hat. „Ein Vorbild als Seelsorger“ nannte ihn Pfarrer Matthias Frör, der Sprecher des Pfarrkapitels, beim Abschiedsgottesdienst am Dienstag in der Klinikumskapelle. „Du hast deine Arbeit mit Kraft, Leidenschaft und vollem Herzen getan.“

„Hilfsbereit, besonnen, freundlich, kontaktfreudig und kompetent: So haben wir Sie im Klinikum erlebt. Und immer haben Sie sich die Zeit genommen für kurze oder auch längere Gespräche“, so Klinikums-Prokuristin Andrea Schroers, die am Dienstag im Namen der Geschäftsführung und des Direktoriums sprach. Sie betonte besonders, dass Pfarrer Hartmut Grosch nicht nur als Seelsorger am Klinikum wirkte. So baute er am Anfang der Corona-Pandemie das Kriseninterventionsteam mit auf und stand zuletzt dem Ethikkomitee des Klinikums vor. „Ihr Abschied ist ein großer Verlust für unser Haus, unsere Patienten und all die Menschen, die Sie mit Ihrem Wirken nachhaltig begleitet haben.“

„Es ist halt immer gut, wenn man miteinander redet.“: Diesen Grundsatz von Pfarrer Grosch zitierte beim Abschiedsgottesdienst der stv. Dekan Michael Lenk. Er beschrieb die zwei Säulen, auf der die Tätigkeit seines Kollegen fußt: erstens „schweigen, hören, meditieren“ und zweitens „reden, argumentieren, ja, auch mal streiten.“ Pfarrer Grosch habe es geschafft, beides zusammenzubringen.

Auch am Bezirkskrankenhaus war Hartmut Grosch als Krankenhaus-Seelsorger tätig. Der stv. Ärztliche Direktor PD Dr. Jürgen Unger bedankte sich bei Pfarrer Grosch im Namen der gesamten Klinikleitung. „Unterstützend und heilsam für die Mitarbeiter und Patienten“ nannte er dessen seelsorgerische Tätigkeit.

In seinen eigenen Abschiedsworten stellte Pfarrer Grosch zwei zentrale Fragen: „Wie kann ich meinen Glauben vertiefen? Und wie kann ich mehr Freude und weniger Angst in meinem Herzen finden?“ Fragen, die auch für die Patientinnen und Patienten, die er in Landshut betreut hat, eine große Rolle spielten. Besonders in Erinnerung bleiben ihm, das hatte er im Vorfeld schon betont, „die vielen, vielen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, mit denen ich gute Gespräche geführt habe, und deren Freundlichkeit und Zugewandtheit ich sehr schätze“.

Die neue Wirkungsstätte von Hartmut Grosch ist ab Oktober das Universitätsklinikum Würzburg, wo er einerseits als Seelsorger tätig ist und andererseits die Ausbildung und Supervision für den Bereich Krankenhausseelsorge übernimmt. Am Klinikum Landshut ist übergangsweise Pfarrer Hans-Joachim Leßmann Ansprechpartner in der evangelischen Seelsorge.

Von einem „Vorbild als Seelsorger“, dem evangelischen Pfarrer Hartmut Grosch (vorne Mitte), verabschieden sich (v.l.) Pfarrer Hans-Joachim Leßmann, Pfarrer Matthias Frör (Sprecher des Pfarrkapitels), stv. Dekan Michael Lenk, PD Dr. Jürgen Unger (stv. Ärztliche Direktor BKH), Dagmar Schreyer (ehrenamtliche Krankenhaus-Seelsorge), Inka Albert (ehrenamtliche Krankenhaus-Seelsorge BKH), Andrea Schroers (Prokuristin Klinikum) und Albert Forster (Katholische Seelsorge Klinikum).