Artikel: Klinikum Landshut

Patienten fragen, Schmerzexperten antworten

Telefon-Hotline am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“ am 2. Juni

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischen Schmerzen. Damit ist der Schmerz eine Volkskrankheit wie Diabetes und Bluthochdruck. Zu den chronischen Schmerzerkrankungen gehören die unterschiedlichsten Arten: Rücken-, Kopf-, Nerven- oder auch Tumorschmerzen. Die Tagesklinik für Schmerztherapie am Klinikum Landshut beteiligt sich am Dienstag, 2. Juni, am bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Ziel der Deutschen Schmerzgesellschaft und seiner Partnerorganisationen ist es, die Situation für Schmerzpatienten in Deutschland zu verbessern.

Von 9 bis 18 Uhr ist eine kostenlose Telefon-Hotline eingerichtet. Dort werden Patientenfragen rund um das Thema Schmerz beantwortet. Auch Ärzte der Tagesklinik für Schmerztherapie am Klinikum Landshut stehen unter der Nummer 0800/1818120 für alle Fragen zum Thema Schmerz zur Verfügung. „Oft haben die Menschen eine lange Leidensgeschichte. Die Ursachen sind vielfältig“, betont Dr. Edda Gehrlein-Zierer, Ärztliche Leitung der Tagesklinik für Schmerztherapie. Medikamente oder Operationen helfen oft nicht oder sind von unerwünschten Nebenwirkungen begleitet. Häufig werden Menschen mit chronischen Schmerzen zu lange einseitig behandelt und es vergeht wertvolle Zeit, bis sie eine umfassende, fachübergreifende Untersuchung und Behandlung in spezialisierten Einrichtungen erhalten. „Zu einer guten und wirksamen Therapie chronischer Schmerzen gehört ein umfassendes Behandlungskonzept, das alle Facetten des Betroffenen berücksichtigt", sagt Dr. Edda Gehrlein-Zierer. „Mit unserer Beteiligung am Aktionstag möchten wir Patienten und Angehörige beraten und zugleich mit ihnen ins Gespräch kommen“, so die Schmerzexpertin.

Seit über zehn Jahren versorgt die Tagesklinik für Schmerztherapie chronische Schmerzpatienten am Klinikum Landshut. Das zehnköpfige Team besteht aus Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten und weiteren Co-Therapeuten und behandelt die Patienten nach den Grundsätzen der interdisziplinären multimodalen Schmerztherapie. In einem mehrwöchigen Schmerzbewältigungsprogramm werden die Patienten multidisziplinär, nachhaltig und auf Verhaltensänderung basiert behandelt. Die Betreuung erfolgt tagesklinisch, das heißt die Betroffenen erhalten ihr soziales Umfeld und können neu erlernte Schmerzbewältigungstechniken unmittelbar im Alltag auszuprobieren.

Das Ärzte-Team der Tagesklinik für Schmerztherapie im Klinikum Landshut mit (v.l.) Oberärztin Dr. Ulrike Geyer, Ärztlichen Leitung Dr. Edda Gehrlein-Zierer und Oberarzt Dr. Wolfgang Häring.