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Artikel: Klinikum Landshut

Rückzugsort mit Wohlfühlfaktor ermöglicht

Neue Möbel für umgestaltetes Wartezimmer in onkologischer Schwerpunktstation gespendet

Hell, freundlich und einladend - das Wartezimmer auf der onkologischen Schwerpunktstation 0f/g am Klinikum Landshut hat nicht nur einen neuen Anstrich in einem zarten Fliederton erhalten, sondern auch eine neue Einrichtung. Insbesondere für Angehörige, die dort während den Untersuchungen eines krebskranken Familienmitglieds warten, bietet das Zimmer einen Aufenthaltsort. Dank einer Möbelspende, die durch das Engagement Ehrenamtlicher der Initiative Lebensmut ermöglicht wurde, ist der Wartebereich nun ein wohnlicher Rückzugsort geworden.

Brigitte und Peter Kleinmaier engagieren sich ehrenamtlich für Lebensmut, eine Initiative, die Krebs-Patienten und deren Angehörige am Klinikum Landshut unterstützt. Durch sie entstand der Kontakt zu Nick Holzner vom Möbel Outlet Zentrum in Altdorf. Sie stöberten dort im Lager gemeinsam nach Möbeln für die Verschönerung des Zimmers und wurden schnell fündig. Holzner entschied sich wenig später, die Einrichtung zu spenden. "Als der Anruf kam und wir erfuhren, dass wir die Möbel geschenkt bekommen, haben wir uns sehr gefreut, vor allem, weil Herr Holzner versteht, warum wir das machen", erzählt Brigitte Kleinmaier. Mit einer Garderobe, einem Spiegel, einem Tisch sowie einem eigens in der Hauswerkstatt passgenau angefertigten Regal im Wert von rund 700 Euro konnte der Raum umgestaltet werden.

Am Mittwoch machte sich Holzner zusammen mit seiner Frau Stephanie selbst ein Bild vor Ort und war begeistert. "Hier ist die Spende gut aufgehoben", sagte er über seine Entscheidung. Diesen Zuspruch schätzt Barbara Kempf, Chefärztin der Onkologie am Klinikum, sehr: "Entscheidend ist, dass diese Hilfe unmittelbar sichtbar ist. Uns ist es wichtig zu zeigen, was wir damit machen und dass die Spende vor Ort ankommt." Der Raum werde gut angenommen und genutzt. "Ich danke Ihnen herzlich dafür. Die Spende ist für uns sehr viel wert."

Wie einladend das Wartezimmer ist, wurde auch unmittelbar deutlich. Familie Holzner nahm sich viel Zeit, um sich über die verschiedenen Angebote von Lebensmut zu informieren. Lebensmut bietet beispielsweise eine Aroma- und Kunsttherapie für Krebspatienten an. So schmücken auch die Wände Bilder von Patienten, die in der Therapie entstanden sind, erzählte Kempf. Besonders hob sie die Bedeutung der Familientherapie hervor. Die Vielzahl, vor allem aber die fehlende Finanzierung der Angebote von Lebensmut durch die Krankenkassen, überraschte die Holzners. Etwa 100 Menschen nutzen die Angebote laufend, berichtete Kempf. Um diese aufrecht zu erhalten, sei man auf Spenden angewiesen und "auf Menschen, die mit Herzblut dabei sind" - wie die Kleinmaiers.

Neuer Raum als Anlaufstelle

Einige der Angebote von Lebensmut, zum Beispiel der Meditationskurs, der Kurs "Wohlfühlen mit Klangschalen" und ein Kosmetikkurs für Krebspatienten , aber auch die Sprechstunde der Bayerischen Krebsgesellschaft, eine ambulante Beratung für Krebspatienten, werden künftig in einen neuen Raum verlagert, der den Namen "Kompass" trägt. Am vergangenen Freitag wurde er im Erdgeschoss des Gesundheitszentrums offiziell eröffnet. Orientierung und Neuausrichtung seien - wie der Name schon andeute - bei einer Tumorerkrankung für die Menschen besonders wichtig, so Kempf.

 

Freuen sich über das einladende Ergebnis der Umgestaltung des Wartezimmers auf der onkologischen Schwerpunktstation am Klinikum: (von rechts) Barbara Kempf, Chefärztin der Onkologie am Klinikum und Gründerin des Vereins Lebensmut, Nick Holzner vom Möbel Outlet Zentrum in Altdorf mit seiner Frau Stephanie, die ehrenamtlich Engagierten Brigitte und Peter Kleinmaier und Karolina Steinbauer, Pflegebereichsleitung Onkologie.