Artikel: Klinikum Landshut

„Vielschichtig und verantwortungsvoll“

Anästhesietechnische Assistenz: Neue Ausbildung am Klinikum Landshut

Narkose vorbereiten, Vitalparameter überwachen und Patienten nach der OP betreuen: Das sind nur einige Aufgaben, die zu dem umfangreichen Tätigkeitsgebiet eines „ATA“s gehören. Die Abkürzung steht für den Beruf der Anästhesietechnischen Assistenz (ATA). Ab September wird die dazugehörige dreijährige Ausbildung erstmals am Klinikum Landshut angeboten.

„Der Tätigkeitsbereich ist umfassend, vielschichtig und verantwortungsvoll“, stellt Pflegedirektor Jürgen Bacher den neuen Ausbildungsberuf am Klinikum vor. Der Anästhesietechnische Assistent bzw. die Anästhesietechnische Assistentin (ATA) betreut Patienten und Patientinnen vor, während und nach dem Aufenthalt im Anästhesie- und OP-Bereich. Dabei unterstützen sie den Narkosearzt während der Operation bei der Beatmung und dem Monitoring der Patienten. Weitere zentrale Aufgaben dieses Berufes sind die Assistenz des Narkosearztes, die Überwachung der Vitalparameter während der Operation und die Vor- und Nachbereitung des Arbeitsplatzes. Auch administrative Tätigkeiten sowie die Aufbereitung von medizinischen Geräten und Materialien gehören zu dem vielfältigen Aufgabenspektrum.

Innerhalb des Operationstraktes lernen die künftigen ATAs verschiedene medizinische Fachrichtungen kennen: Hierzu zählen u.a. Orthopädie/Unfallchirurgie, Gynäkologie, Urologie, Viszeral- und Thoraxchirurgie sowie Gefäß- und Neurochirurgie. Auch Einsätze in der Zentralen Notaufnahme zur Schockraumversorgung, in der Endoskopie, wo verschiedenste internistische Eingriffe durchgeführt werden, sowie ein Pflegepraktikum gehören zur Ausbildung.

Insgesamt durchlaufen die Anästhesietechnische Assistenzen so mehr als zehn Fachabteilungen am Klinikum. „Das Team der Anästhesie-Abteilung, vor allem die Praxisanleiter begleiten Sie während der Ausbildung“, so Jürgen Bacher. „Mit der neuen ATA-Ausbildung können wir nun acht verschiedene Ausbildungsberufe am Klinikum Landshut anbieten“, freuen sich auch die beiden Interimsgeschäftsführer André Naumann und Prof. Florian Löhe über die „Talentschmiede Klinikum“.

Struktur der Ausbildung

Die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistenz teilt sich in praktische und theoretische Blöcke auf. Die praktische Ausbildung erfolgt direkt am Klinikum Landshut, begleitet von qualifizierten Praxisanleitern sowie Lehrkräften der München Akademie. Der theoretische Unterricht findet an der München Klinik Akademie in München statt.

Für die Auszubildenden besteht außerdem die Möglichkeit, in den modernen Klinikum-Apartments direkt neben dem Krankenhaus zu wohnen.

Voraussetzungen, Bewerbung und weitere Informationen

Die schulische Voraussetzung ist ein erfolgreicher Abschluss der mittleren Reife oder eine mindestens zweijährige Berufsausbildung. Wünschenswert ist ein vorheriges Praktikum im Zentral-OP am Klinikum Landshut. Alle weiteren Informationen zu Voraussetzungen, Bewerbung und mehr finden Interessierte unter www.klinikum-landshut.de/karriere. Die Ausbildung startet künftig jährlich am 1. September am Klinikum Landshut. „Wir freuen uns auf zahlreiche Bewerbungen für das Jahr 2023“, so der Pflegedirektor.

Nach einer Operation befinden sich Patienten zunächst im Aufwachraum. Dort können auch Anästhesietechnische Assistenten die Vitalparameter überwachen.

Im Operationstrakt des Klinikums lernen die künftigen ATAs die unterschiedlichen medizinischen Fachrichtungen kennen.