Leistungen und Angebote: Klinikum Landshut

Leistungen und Angebote

Bildgebende und minimalinvasive Diagnostik

Im Brustzentrum werden alle modernen bildgebenden Verfahren angeboten. In Zusammenarbeit mit der radiologischen Klinik führen wir die hochauflösende Mammasonographie (Ultraschall der Brust), die Mammographie (Röntgen der Brust), und bei gegebenen Anlass die MR-Mammographie (Kernspintomographie der Brust) durch.

Sollte es notwendig sein, einen Befund abzuklären, so kann ambulant in lokaler Betäubung mit Hilfe der Sonographie oder Mammographie wie auch im Rahmen einer Brust-Magnetresonanztomographie Gewebe aus verdächtigen Bereichen der Brust entfernt werden (sogenannte „Stanzbiopsie“ oder „Vakuumstanzbiopsie“).

In unserem Brustzentrum führen wir in Zusammenarbeit mit der Radiologischen Klinik durch:

  • Feinnadelaspiration
  • Punchbiopsie
  • Sonographisch gesteuerte Hochgeschwindigkeitsstanze
  • Mammographisch geführte stereotaktische Vakuumbiopsie
  • MRT-Stanze

Bei gutartigen Befunden kann dadurch meist eine Operation vermieden werden. Bei bösartigen Befunden werden durch die Gewebeprobe nachweislich keine Tumorzellen „verschleppt“.
Das Ergebnis der Gewebeproben liegt uns binnen 24 - 48 Stunden vor und wird mit Ihnen ausführlich besprochen werden.

Falls notwendig, kommen im Klinikum in den Abteilungen der Radiologie oder Nuklearmedizin zusätzliche Untersuchungsmethoden zur Anwendung, wie z.B: PET/CT. Konventionelle Computertomographien, szintigraphische Untersuchungen, Ultraschall des Bauchraums und konventionelle Röntgenuntersuchungen.

Operation

Im Brustzentrum werden bis zu 80% aller Patientinnen mit Brustkrebs brusterhaltend operiert. Hierzu werden alle modernen operativen Techniken angewendet, die sowohl garantieren, den Tumor „im Gesunden“, zu entfernen als auch ein optimales ästhetisches Ergebnis zu erzielen (onkoplastische Operationen).

Die Entfernung des Wächterlymphknotens aus der Achselhöhle (Sentinelmethode) wird seit Jahren routinemäßig durchgeführt. Die Anzahl der kompletten Ausräumung der Achsellymphknoten konnte in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden, womit die Risiken von Lymphödem und Bewegungseinschränkungen auf der betroffenen Seite weiter reduziert werden konnten.

Sollte eine Brustentfernung nicht zu umgehen sein, so können durch Fremdgewebe (Prothesentechnologie) oder durch Eigengewebe (Bauch, Rücken, Po) die Brust wieder aufgebaut werden. Dies ist häufig schon zum Zeitpunkt der Brustentfernung möglich (einzeitiges Vorgehen). Manchmal muss jedoch nach einer Brustentfernung zunächst die Brustwand bestrahlt werden, sodass erst nach Abschluss der Strahlentherapie die Brust wieder rekonstruiert werden kann (zweizeitiges Vorgehen).

Alle Methoden der Rekonstruktion werden im Brustzentrum, auch in Kooperation mit plastischen Chirurgen, angeboten.

Die Planung der Operation erfolgt in den Sprechstunden bzw. über unser Sekretariat der Frauenklinik Tel.: 0871/698-3219 oder 0871/698-3230. 
Die operative Station ist die Station 3c. Tel.: 0871/698-3531.

Tumorkonferenz

Einmal pro Woche werden alle Patientinnen, die wegen einer Krebserkrankung oder einer Krebsvorstufe bei uns in Behandlung sind, in unserer Tumorkonferenz vorgestellt.

Dort trifft sich das Expertenteam aus der Gynäkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Pathologie, Onkologie, Studiensekretariat und Psychoonkologie, um gemeinsam individuell für jede Patientin eine Therapieempfehlung zu erarbeiten, die dem neuesten wissenschaftlichem Stand entspricht, aber gleichzeitig Ihre individuellen Bedürfnisse berücksichtigt.

Diese Therapieempfehlung besprechen wir dann mit Ihnen in unserer Sprechstunde. Einen Termin dazu erhalten Sie vom Stationsarzt bei Ihrer Entlassung aus der stationären Behandlung. Bringen Sie gerne eine vertraute Person zu diesem Gespräch mit, denn: vier Ohren hören mehr als zwei, zwei Personen fragen mehr als eine!

Bei diesem Termin erhalten Sie dann auch die erforderlichen Vorstellungstermine für die Strahlentherapie oder die onkologische Tagesklinik.

Strahlentherapie

Nach einer brusterhaltenden Operation wird die operierte Brust obligat nachbestrahlt. Auch nach einer Brustentfernung kann es bei einem ungünstigen Ausgangsbefund notwendig sein, die verbliebene Brustwand zu bestrahlen. Bei einem ausgedehnten Befall der Achsellymphknoten ist es manchmal zusätzlich indiziert, die weiteren Lymphabflussgebiete im Bereich des Schlüsselbeins und des Halses zu bestrahlen.

Am Klinikum sind alle Möglichkeiten einer hochmodernen Strahlentherapie gegeben. Die betroffenen Frauen haben so die Möglichkeit, alle Therapieformen unter einem Dach zu in gewohnter Umgebung, fachlich hoch kompetent zu  erhalten.

Die Anmeldung erfolgt unter 0871/698-3284

Medikamentöse Therapie

In den meisten Fällen ist bei einer Brustkrebserkrankung eine zusätzliche medikamentöse Zusatztherapie erforderlich.

Als medikamentöse Therapien stehen zur Verfügung:

  • Chemotherapie
  • Antihormonelle Therapie
  • Antikörpertherapie

Welche Medikamente in welchen Dosierungen, in welchen Abständen und welche Form (Tabletten oder Infusion) notwendig sind, wird in ausführlichen Gesprächen mit den Betroffenen besprochen. Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs und deshalb gehen wir in unseren Therapieempfehlungen auf die individuellen Risikoprofile auch besonders ein. Die medikamentösen Therapien werden überwiegend ambulant auf unserer gynäko-onkologischen Tagesklinik auf der Station 9b verabreicht. Dort werden die Patientinnen des Brustzentrums von den ÄrztInnen des Brustzentrums betreut.

Die Station 9b ist erreichbar unter 0871/698-3297

Studien des Brustzentrums

Im Rahmen der medikamentösen Behandlung besteht häufig die Möglichkeit, an sogenannten Studien teilzunehmen. Wenn sich Patientinnen entschließen, an einer klinischen Studie teilzunehmen, können sie in mehrfacher Hinsicht profitieren:

Im Rahmen einer Studienbehandlung wird die beste derzeit gültige Standardtherapie gegenüber einer neuen, evtl. effektiveren Variante getestet. Sie bekommen somit die Chance, an den neuesten Entwicklungen teilzuhaben, die alle Anforderungen der Qualitätssicherheit erfüllen.

Während und nach der Behandlung werden Sie durch regelmäßige, engmaschige Untersuchungen intensiv betreut und regelmäßig nachuntersucht.

Bisherige Untersuchungen deuten an, dass Studienteilnehmer länger leben und weniger Rückfälle haben, als herkömmlich behandelte Patienten.

Bevor Sie sich entscheiden als Studienpatient im Rahmen einer klinischen Prüfung behandelt zu werden, wird Ihr Arzt mit ihnen ein ausführliches Informations- und Aufklärungsgespräch über die für Sie in Frage kommende Studie führen. Alle Verständnisfragen werden umfassend mit Ihnen besprochen und diskutiert.

Warum klinische Studien?

Klinische Studien werden durchgeführt um optimale Therapien zu finden. Sie zeigen, ob neue Maßnahmen oder Medikamente zur Vorbeugung, Diagnostik und therapeutischer Behandlung wirksamer, verträglich und sicher sind. Dabei dürfen nur Wirkstoffe und Methoden eingesetzt werden, deren Sicherheit und Wirksamkeit bereits in vorklinischen Studien bewiesen wurde.
Die Planung, Durchführung und Datenauswertung von Studien unterliegen strengen Richtlinien und internationalen Standards, wie z. B. dem Arzneimittelgesetz (AMG), den Richtlinien der Good Clinical Practice der International Conference of Harmonisation (ICH-GCP) und der Deklaration von Helsinki. 

Ethikkommissionen und Bundesbehörden prüfen und genehmigen vor Beginn einer klinischen Studie den gesamten Ablauf, der im sogenannten Prüfprotokoll detailliert festgelegt ist und strikt eingehalten werden muss. Eine regelmäßige Kontrolle erfolgt durch unabhängige Monitore.

Auch dürfen nur Prüfzentren und Prüfärzte klinische Studien durchführen, die ihre Qualifikation gegenüber den jeweilig zuständigen Ethikkommissionen nachgewiesen haben.

Die Ergebnisse von Studien werden in festgelegten Abständen ausgewertet, überprüft und auf nationalen und internationalen Kongressen sowie in Fachzeitschriften publiziert und diskutiert.
Die Experten der jeweiligen Fachdisziplinen entscheiden dann über den Einsatz dieser neuen Medikamente und Therapieformen als Standardtherapie.

Nicht zuletzt trägt jede Studie und damit jeder Studienteilnehmer zur Entwicklung innovativer Therapiemöglichkeiten bei, oder helfen bestehende Behandlungsmethoden zu verbessern. Somit kann jeder Einzelne einen persönlichen Beitrag zum Erkenntnisgewinn auf dem Gebiet der Therapiemöglichkeiten leisten.

Psychoonkologie

Die Diagnose „Brustkrebs“ ist meist ein massiver Einschnitt im Leben jeder betroffenen Frau (und jeden betroffenen Mannes). Das kann eine enorme psychische Belastung darstellen verbunden mit vielen Unsicherheiten, Fragen und Ängsten, gerade auch in der ersten Zeit der vielen Wartefristen auf weitere Befunde. Manchmal kann es sehr hilfreich sein, sich in einem Gespräch zu entlasten, Fragen zu klären und Gedanken zu ordnen. Gerne steht Ihnen hierfür an unserem zertifizierten Brustzentrum die Psychoonkologin Britta Schubert und in Vertretung Michael Pfleger sowie Raphaela Fenzl zur Verfügung.

Telefonischer Kontakt ist möglich unter: 
Britta Schubert: 0871/698-3504
Raphaela Fenzl: 0871/698-13588
Michael Pfleger: 0871/698-13588

E-Mail:
psychoonkologie(at)klinikum-landshut.de

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